Das magische Amulett

von Alisa (3c)

Ein Märchen über Prinzessin Bella, die mit dem Wesen Ambalacha das magische Amulett zurückholen muss. Auf ihrem Weg müssen sie einige Abenteuer bestehen. Ob sie es schaffen, all die verzauberten Wesen zu retten?

Es war einmal ein kleines Prinzesschen mit Namen Bella. Sie war acht Jahre alt. Ihre Eltern waren reich und glücklich, doch sie gaben nie Geld für ihre Tochter aus, deshalb musste Bella für ihr Essen, ihr Trinken und alles, was man im Leben noch benötigte, arbeiten. Sie zog sich an wie ein Dorfmädchen, deshalb wusste auch niemand, dass sie eigentlich eine Prinzessin war. Das einzige Zeichen, dass sie als Merkmal für eine Prinzessin hatte, war das Königsmuttermal. Dieses sah aus wie eine Krone und befand sich an ihrer Schulter. Und so schuftete sie 15 Jahre lang und zeigte niemandem, dass sie eigentlich eine Prinzessin war. Sie war gerade dabei, Blumen zu gießen, plötzlich erschien da ein Wesen namens Ambalacha. Da die Prinzessin das Wesen nicht kannte, fragte sie: „Was bist du denn für ein Wesen? Und was trägst du da für ein schönes Amulett?“ Das Wesen antwortet jedoch lediglich mit einem „Quiek!“. Bella verstand kein Wort. Sie wollte gerade erneut nachfragen, da hüpfte das Wesen von dannen. Bella lief ihm hinterher. Es führte Bella in eine Höhle voller Amulette. Sie fühlte sich, als wäre ihr Traum wahr geworden. Bella sah einen Stein, in dem ein Haken steckte. Auf diesem Stein stand: „Dieses Amulett gehört dir und jetzt nicht mehr mir. Wünsche dir davon einen Pfau und schenke es einer 23-jährigen Frau.“ Jetzt wusste Bella, warum das Wesen sie hier hin geführt hatte. Das Wesen führte sie erneut irgendwo hin. Auf dem Weg hinterließ es Buchstaben. Sie nahm ein Blatt und einen Kugelschreiber und notierte alles. Am Ende stand dort mit Großbuchstaben: „ICH HEISSE AMBALACHA.“ Endlich kannte Bella den Namen des Wesens.

Das Amabalacha führte Bella in einen besonderen Wald, dessen Blätter noch immer ein saftiges Frühlingsgrün trugen, obwohl es bereits Herbst war. Dieser Wald war wahrscheinlich Ambalachas Heimat. Gerade wollte es Bella das Amulett geben, da kam plötzlich eine Fledermaus angeflogen, schnappte sich das Schmuckstück und flog damit zum Schloss.

„Ene meine Zauberflöte, du bist jetzt eine Kröte.“ Im Schloss wohnte die böse Königin Doruta. Taten ihre Sklaven nicht, was sie wollte, verwandelte sie sie in seltsame Wesen, zum Beispiel in einen Zikolola, einen Rokalile oder einen Helmadora. Anfangs hatte Bella noch ein bisschen Angst, dorthin zu gehen, aber weil das Ambalacha ging, ging sie natürlich auch. Sie bekamen von einem Zikolola eine Karte überreicht. Als erstes mussten sie über zwei Berge steigen. Auf den Spitzen der Berge befanden sich ein paar Holzbretter und Schnee. Sie nahmen die Bretter und rutschten darauf die Schneehänge hinunter. Als zweites mussten sie vier seltene Blumenarten finden: die Chilichaui, die Kraidoeu, die Indrotali und die Cholokikra. Sie gingen in den Regenwald, denn nur dort konnte man derartige Blumen finden. „Guck mal, dort vorne ist die Chilichaui, aber an einer Liane gefesselt!“, rief Bella. Sie zog so fest an der Liane, bis diese riss. Bella rief ängstlich: „Das ist gar keine Liane, das ist eine Schlange!“ Das Ambalacha und Bella standen so still wie noch nie. Das Ambalacha nahm sehr vorsichtig die Chilichaui aus dem Schwanz der Schlange. Dabei erschrak die Schlange so sehr, dass sie vor lauter Schreck ihre Kraft verlor. Nach kurzer Zeit schlief die Schlange ein. Das Ambalacha und Bella rannten so schnell sie konnten, um die zweite Blume zu finden: die Kraidoeu. Diese klebte an einer Höhle mit besonders klebriger Sabber. Das Wesen fragte sich, wer wohl so klebrige Sabber hatte, doch Bella verstand nur „Quickquickooo!“ Deshalb versuchte sie, die Blume abzureißen. Plötzlich blieb sie an der klebrigen Sabber hängen und ihre Füße baumelten genau vor der Höhle. Bella war klar, dass das Ambalacha mal wieder wusste, was zu tun war. Sie tat alles genau wie das Wesen, d.h. sie blieb still und stumm, damit das RummBummBumm in der Höhle sie nicht sehen konnte. Denn RummBummBumms sehen nur, was sich bewegt oder nehmen nur wahr, was Geräusche macht. Nach ein paar wenigen Stunden schlief das sabbernde Monster ein. Das Ambalacha nahm den spitzesten Stock des Regenwaldes und schnitt damit ein Stückchen RummBummBumm-Fell ab. Damit rieb es die Sabber von Bella und der Blume ab. Bella war wirklich erstaunt, aber es wirkte.

Sie suchten überall nach den übrigen beiden Blumen, sogar an den verstecktesten Stellen. Doch schließlich fand Bella sie direkt auf einem Stein, schön nebeneinander. Die beiden lachten sich tot, weil sie nicht an einem solch offensichtlichen Ort gesucht hatten.

Der nächste Schritt war es, das Tor des Schlosses zu öffnen. Sie gingen dorthin zurück und versuchten alles, dieses aufzukriegen. Schließlich hielt das Ambalacha die Blüten an das Tor und dieses öffnete sich. „Endlich!“, flüsterte Bella erfreut. Sie schlichen sich leise und vorsichtig an den Wächtern vorbei. Doch sie wurden entdeckt. Glücklicherweise hatte das Ambalacha etwas Schlafsand, mit dem sie sich selbst retten konnten. Nun erreichten sie die böse Königin Doruta. Sie schlief tief und fest und träumte davon, die Welt zu beherrschen. In diesem Traum überraschten sie Doruta.

Das Ambalacha spuckte ein Säckchen aus, in dem sich gutmütiger Zauberstaub befand. Diesen warf es auf die böse Königin und das Amulett um ihren Hals. Die Königin verstummte und Bella konnte das Amulett an sich nehmen. Und schon verwandelten sich alle von der Königin verzauberten Wesen zurück in Menschen, auch das Ambalacha. Dieser wurde wieder zum Prinzen und heiratete daraufhin seine Weggefährtin Prinzessin Bella.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.